Antwort auf: Druckauftrag vergeben

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#20444

Digibike
Teilnehmer

Hi,

klar kann man das machen, aber ich wollte euch nur Fehldrucke und unnötig Porto ersparen und hab
daher da etwas den „Busch“ abgeklopft, bevor Ihr los legt…
Also ich hab so ein ähnliches Teil für eine Garage gedruckt (der Chefin meiner Frau ist einer auf
die Garage und abgehauen und die Teile sind nicht mehr so einfach zu bekommen…). Hab´s gedruckt und
läuft nach wie vor ohne Probleme. Aber da hatte ich auch Abweichungen vom Orginal eingebaut, da es
so stabiler ist und leichter druckbar…
Ich wollte nur die Tipps weiter geben, bevor das Rad „neu“ erfunden werden muß bzw. Enttäuschungen
aufkommen.

Beim Drucker ist ja im Gegensatz zum Fräser es so, daß nicht an eine Schneidekante gefahren und abgenommen wird,
sondern eine „rundliche“ Raupe aufgetragen wird. Diese hat einen mittleren durchmesser, mit dem rechnet der Slicer,
dummerweise ist die Menge im inneren Radius der Raupe zuviel, während Sie im äußeren Radius zu wenig ist. Ein Teil
läuft nach außen, aber ein Teil eben auch nach innen in das Loch bzw. bei Wellen kann es nicht nach innen weg, also
„drückt“ es nach außen, daher diese Maßhaltigkeitsprobleme.

Ein Stück weit kann man mit dem Slicer zwar dagegen steuern, aber ganz beheben wird nicht klappen. Darauf wollte ich
nur Hinweisen und wie ich raus laß, wohl auch nicht zu unrecht, da er 0,2 mm übermaß eingezeichnet hat, was wohl kaum
reichen würde. Was für eine Düse verwendest du, Modellbauer? 0,4er ist ein richtiger Allrounder…

Festigkeit reicht und wenn er das Oberteil abtrennt und eventuell den Sechskant als Verdrehsichere Montage in das Oberteil
konstruiert, dann ist das easy druckbar und mit 2 K Perfekt verklebbar. Das ganze aus ABS und noch Bedampft, kommt dann Genial raus.

Das mit den Temperaturen dürfte Ihn weniger interessieren. Ist zwar so, aber er kann das Zeichnerisch nicht beeinflußen – du beim
Drucken aber schon und ich vermute, du hast die Parameter auch im Griff, oder? 😉 Andernfalls würdest du ja auch kaum
anbieten, es Ihm zu drucken, vermute ich!

Wie gesagt, wollte nur drauf Hinweisen, daß die Zeichnung vielleicht Fehlerfrei bzw. druckbar ist, aber, da er keine Ahnung von
der Materie hat, dass gedruckte Teil nicht das sein wird, was er erwartet, da falsch konstruiert – eben den Hintergrund nicht kennend…
Aber es ist ja kein Hexenwerk, daß Teil entsprechend anzupaßen… Ist eine schöne Übung und damit weiß er auch, auf was er beim
Designen von 3D Druckteilen achten muß, damit´s auf anhieb klappt…

Oder war der Denkanstoß falsch? Hoffe nicht, wollte niemand vor den Kopf stoßen oder abschrecken – ging mir nur drum, ihn auf 2
Schwachstellen in der Konstruktion hinzuweisen bzw. zu erklären, wie er die vermeidet!

Gruß, Digibike