Antwort auf: Gewinde erstellen mit DesignCAD 3D V24 oder V25

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#20449

Digibike
Teilnehmer

Hi!

Willst du es per 3D Drucken oder „einfach nur“ designen, damit du eine
CAD davon hast?
Der Unterschied ist der, daß du einfach nur eine „Hülle“ des Gewindes anfertigen
kannst, was relativ schnell gehen dürfte, aber für 3D-Druck unbrauchbar ist…
Oder aber etwas aufwendiger ein „plastischer Körper“ gebildet wird.
Ich hab es zwar noch nie gemacht (Gewinde gezeichnet), aber im Prinzip mußt du
nur einen Schnitt deines Gewindes zeichnen – nur einen einzigen Zahn im Schnitt.
Diesen aber geschlossen – je nachdem ob Mutter oder Schraube mit äußerer oder innerer Begrenzung…
Das Gebilde hast du vermutlich mit linien bzw. Unterarten der Linien-Zeichenbefehle gezeichnet.
Wichtig ist, daß du es in 2D gezeichnet hast – erst nachher auf 3D umstellen – DesignCad zickt nämlich rum,
wenn nicht alle Punkte auf einer Ebene sind – im 2D-Modus ist das der Fall, da die 3.te Achse deaktiviert ist!
Nun das ganze Gebilde mit Tastenkombination Strg + rechte Maustaste die jeweiligen Linien-Segmente anwählen, bis
das komplette Gebilde selektiert ist.
Nun gehst du auf das 2.te Menü und gehst ungefähr in die Mitte (sorry, mach das aus dem Kopf heraus, da ich am
Laptop meiner Frau gerade sitze und da ist kein DesignCad drauf – Leider…). Dort findest du einen Menü-Punkt mit
vielen Unterpunkten zu selektiertes Bearbeiten. Dort suchst du den Punkt Punkte Verbinden. Nun ist die ganze
Segmentsammlung eine Einzige Linien- und Punktesammlung. Kannst ausserhalb anklicken und dann wieder das Teil und es
werden alle Punkte eingeblendet (vorrausgesetzt, du hast den Modus alle Punkte darstellen aktiviert, was ich am sinnvollsten
finde…). Das aber nur zur Kontrolle. Nun, wenn dein Gewinde-Liniensegment angewählt ist, suchst du im selben Menü den
Punkt Konvertieren und dort zur Fläche konvertieren.
Nun behandelt es DesignCad als Fläche.
Eigentlich mußt du es nur noch 90 Grad kopieren und die entsprechende Anzahl der Kopien, damit ich es eine saubere viertelkurve
beschreibt. Hier mußt allerdings etwas rechnen… Du mußt die Steigung wissen, die das Gewinde hat. Als Bsp. mal ein M6 mit 1 mm
Steigung. Pro Gewindegang steigt es also 1 mm. Damit ist ein viertel = 90 Grad = 1/4 = 0,25 mm. Diese mußt du durch die Anzahl
der Kopien teilen, z.b. 25 Kopien inkl. dem Orginal. Damit hat jedes 0,25 mm / 25 Kopien = 0,01 mm. Das ist wichtig. Du mußt beim
positionieren exakt (mittlerweile in den 3D-Modus wechseln…) die erste Kopie in der Höhe um 0,01 versetzen – bzw. bei deiner
Steigung halt entsprechend… Nun mit Kreisförmig kopieren die Fläche wie gesagt 90 Grad und Anzahl der Kopien kopieren.
90 Grad deshalb, weil es sowas wie Spiegeln gibt – damit kannst du dann aus dem Viertel einen Halbes Gewinde und aus dem
halben Gewinde ein Gewindering erstellen und diesen dann einfach sooft kopieren, wie du Gewinderinge haben willst, das Teil
brauchen soll…
Das geht schneller und einfacher… Aber vorher mußt du aus den 25 Flächen ein Objekt machen! Ansonsten mußt du das nämlich
nachher mit deinem kompletten Gewinde machen! Das ist eine Idiotenaufgabe – lieber den PC machen lassen… 😉
Dazu eine Fläche anwählen und verbinden mit Nachbarfläche. Hier ist unbedingt wichtig, daß bei beiden Flächen der selbe Punkt,
z.b. der äußere obere Punkt, angewählt wird!!! Ansonsten verdreht sich die Fläche beim Verbinden „in sich“. Wenn das geklappt
hat, einfach Taste F3 anwählen(wiederholt letzten Befehl… Spart Mausorgien… 😉 ) und das Flächengebilde mit der nächsten nachbar-Fläche verbinden – immer darauf achten, daß der selbe
Punkt bei beiden angewählt wird…! Bis du alle durch hast. Ganz schön nervig, oder?
Nun das ganze viertel-Gewinde anwählen und das ganze zum Objekt umwandeln (findest du ganz unten im Menü mit den 3D-Grundkörpern wie Zylinder, Kegel usw.).
Nun sollte das ein fertiges Viertel-Gewinde sein. Nun einfach das Teil am markanten AnfangsPunkt (am besten der selbe von der ersten Fläche – ist ja an der selben Position… – anwählen, auf Spiegeln gehen und entsprechend in der Achse Spiegeln und exakt an dem selben Punkt, aber am
Ende des Viertel-Gewindes das gespiegelte Teil per rechter Maustaste „andocken“. Nun hast du 2 Viertelgewinde. Diese durch Körper addieren
noch miteinander verbinden. Dann selbes spiel nocheinmal, aber jetzt eben mit dem halben Gewinde, wieder markanter Anfangspunkt, wieder Spiegeln, aber diesmal entsprechend andere Achse. wieder an den selben Endpunkt anfügen und Körper addieren. Damit hast du einen Gewindering.
Diesen brauchst du ab jetzt nur noch nach selbem Schema immer nur kopieren und anfügen, bis du die entsprechende Anzahl an Gewinde zusammen
gefügt hast.

Vielleicht gibt es ja noch eine einfachere Variante, oder eben eine andere (viele Wege führen ja bekanntlich nach Rom…). Aber so würd ich
ran gehen, denke ich.
Oh, ha! Eine Sache vor Fläche kopieren hab ich vielleicht noch vergessen, weiß nicht ob es viel ausmacht, aber du solltest, wenn du das Gewinde in Z als Gewindehöhe z.B. zeichnest, die Fläche entsprechend im Winkel in Z auf kippen, sonst hat das Gewinde in Z eine „seltsame Treppenstufung“, da ja die Fläche exakt plan ist (wird für die Erstellung der Fläche gebraucht) und somit einfach 0,01 mm im obigen Bsp. versetzt
nach unten kopiert wird. Wird die Fläche aber entsprechend im Winkel in Z gekippt z.B. 3,6 Grad, so ist die Ausrichtung nicht stufig, sondern
„Glatt“ zur nächsten „Gewindeteilhülle“. Weiß nicht, ob das jetzt soviel ausmachen würde, aber wenn man schon dabei ist…

Hoffentlich konnt ich es einigermaßen verständlich erklären? Wenn nicht einfach Fragen.

Gruß, Digibike