Druckauftrag vergeben

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Dieses Thema enthält 7 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Digibike vor 1 Jahr, 4 Monate.

  • Ersteller
    Thema
  • #20429

    der_c
    Teilnehmer

    Hallo,

    eine Frage, leider habe ich nichts passendes gefunden. Hier im Forum gibt es sicher eine ganze Menge Teilnehmer, die einen 3D-Drucker besitzen, ich habe jedoch keinen. Ich suche jemanden, der mir ein kleines Bauteil drucken kann, natürlich gegen entgelt.

    Ich hoffe mit der Frage nicht gegen irgendwelche Forenregeln zu verstossen, fände es allerdings nicht so schlecht, wenn der Admin eine Rubrik „Biete Druckservice / suche Druckservice“ eröffnet.

    Das Teil, welches ich drucken möchte ist recht klein, lediglich 35x35x25mm, ich hänge die Datei mal an, vieleicht ist das ja machbar.

    Danke, Gruss

  • Autor
    Antworten
  • #20431

    modellbauer
    Teilnehmer

    Hallo Stefan,

    erst mal herzlichen Glückwunsch, das ist echt gut geworden und ich habe erstmal keine Fehler im Slicer festegestellt. Druck ca. 45 Minuten, 3 Meter Material, also bestens.

    Ich kann Dir das Teil in ABS (weiß, schwarz, silber, blau, gelb) oder in PLA (weiß, schwarz oder orange) drucken.

    Ich bitte den Forenadministrator unsere Email-Adressen auszutauschen.

    Gruß
    Stefan

    • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Jahr, 4 Monate von  modellbauer.
  • #20433

    dcuser
    Keymaster

    >Ich bitte den Forenadministrator unsere Email-Adressen auszutauschen.

    Suche ich heute raus.

    Beste Grüße,
    DcUser

  • #20434

    Digibike
    Teilnehmer

    Hi,

    Sieht nicht schlecht aus, aber bevor nachher das große Erwachen kommt…
    2 Knackpunkte sehe ich bei der Zeichnung:

    Zum 1.ten der 6-Kant. Wie „Saugend“ hast du den den designed?
    Ich frage deshalb, weil die Maße beim 3D-Druck etwas enger ausfallen.
    Wellen werden etwas weiter, Bohrungen und nichts anderes ist dein 6-Kant ja,
    werden etwas enger. Hier solltest du im Durchmesser bei Wellen um den Düsendurchmesser
    enger und bei Bohrungen den Durchmesser um den Düsendurchmesser weiter zeichen, dann sitzt
    es nachher satt, andernfalls gibts beim „Reintreiben“ weißbruch…
    Ist systembedingt so beim 3D-Druck…

    Das Teil hat exakt rechtwinklige Überhänge. Diese sind systembedingt so nicht druckbar (da macht die
    Schwerkraft einen Strich durch die Rechnung…). Man kann mit Stützmaterial das zwar kompensieren,
    aber wird ein Fitzelgeschäft, dieses wieder raus zu Pfriemmeln… Vielleicht muß es ja gar nicht
    rechtwinkelig sein? Eventuell geht der Überhand im Bogen – wäre stabiler und ohne Stützstruktur druckbar.
    Heißt jetzt nicht, daß man es so drucken muß, aber manchmal neigt man dazu 1:1 zu kopieren (noch dazu,
    wenn man den Hintergrund nicht kennt…) und könnte eventuell etwas stabilers und deutlich leichter zu
    druckendes ganz einfach konstruieren. Aber das kannst nur du beantworten und war nur als Anmerkung/Tip
    zur Konstruktion gedacht.

    Gruß, Digibike

  • #20438

    der_c
    Teilnehmer

    Hallo Digibike,

    vielen Dank für Deine Tipps und Infos. Es handelt sich nicht um ein Präzisionsteil, ich habe immer noch etwas Platz für beispielsweise den Innensechskant, habe diesen auch schon um ca. 0,2 mm größer gemacht als ich es tatsächlich brauche, etwas „Spiel“ ist da kein Problem (ist nicht genau 17mm). Auch die Ränder sind kein Problem, diese müssen nicht exakt 100% gerade sein. Und zur Not tut es auch die altbewährte Schlüsselfeile.

    Als Anfänger bin ich für jeden Tipp und Hinweis Dankbar!

    Gruss

    Stefan

  • #20439

    Digibike
    Teilnehmer

    Hi!

    Kein Problem – deswegen habe ich ja das vorab eingeworfen, bevor Ihr euch Teile hin und her
    schickt, die vorn und hinten nicht passen und unnötig Material und Porto raus schmeißt…
    0,2 mm übermaß? Im Durchmesser? Das wird kaum so hinhauen… Das würde vorraussetzen, daß
    Modellbauer das mit ´ner 0,2er Düse druckt. Möglich, aber dann wird er kaum 45 min. brauchen…
    Ich weiß seine Hardwarespezifikation jetzt nicht, aber ich tippe mal, 0,4 oder 0,5er Düse.
    Ich würde bei dem Teil jedenfalls keine kleinere wählen, da es nicht sonderlich Filigran
    ist und obendrein eher auf Festigkeit getrimmt sein sollte als auf Optik – ist ein Technisches
    Teil, daß später einer Belastung stand halten soll und kein „Show“-Objekt, wie ich vermute.
    Je weniger Layer und ergo grober die Düse, desto „Rustikaler“ die Optik, aber auch desto
    Belastbarer, da die Layer in sich Dicker sind und mehr Kräfte aufnehmen können, gleichzeitig
    haben Scherkräfte zwischen den einzelnen Layern weniger angriffsfläche.
    Bei niedrigeren Layern/kleineren Düsen ist es genau umgekehrt, die optik wird hochfein, teilweise nur noch Microlinien (Layer) erkennbar, dafür unheimlich viele, was enorm viel Druckzeit verbraucht (Zeit, um einen Layer zu drucken ist annähernd gleich – ok, Infill ist deutlich schneller bei größeren Durchmessern, aber laß ich mal außen vor…), aber er braucht Pro mm jetzt nicht z.b. 3 Layer (0,33 mm Layerhöhe) sondern 20 Layer (0,05 mm Layerhöhe). Details kommen viel
    feiner und genauer heraus, aber es gibt dann logischerweise auch 20 Verbindungsstellen Pro mm, wo Scherkräfte einwirken und entsprechend die Verbindung von einem Layer zum anderen aufspalten können. Ähnlich einem Stück Holz, daß du spalten tust: Paralell zu dem Faserverlauf fällt es fast von allein auseinander beim spalten, Quer dazu kommst ins Schwitzen, bis du es durch hast…

    Das aber nur als Hintergrund. Also die 0,2 mm sind bestenfalls für eine 0,2er Düse und dort auch nur seeehr knapp. Besser ist da 0,5 mm min., Optimal 0,55 mm im Durchmesser größer den Sechskant. Dann ist egal welche der beiden Düsen zum Einsatz kommen und dein Sechskant greift immer noch satt rein (zwischen 0,05 mm und 0,1 mm Luft ist bei der größe vermutlich vertretbar… 😉 )

    Technisch am Einfachsten wäre es, daß Teil 2-Teilig zu drucken und nachher mit 2 Komponenten
    Kleber zu verkleben. Dann kannst exakt Rechtwinklig ohne Probleme realisieren.
    Wenn es aus einem „Guss“ sein soll, und nicht so genau sein muß, wäre die Definitionsfrage,
    was nicht so genau heißen soll… Der Ausschnitt zwischen der unteren und oberen Fläche ist
    14 mm groß, wenn ich das richtig sehe. Wie groß muß er den genau sein?
    Halbrund, ähnlich wie ein Jojo wäre Perfekt druckbar, aber dann hast kaum zwischenraum, was
    angesichts der Orginalbreite kaum vorstellbar ist, daß das funzt…
    Andererseits ist es so, daß der 3D Drucker nur bedingt in den freien Raum überhänge drucken
    kann. Als Faustformel gilt da, 40 Grad schaft er, mehr nur wenn die Parameter zusammen paßen.
    Aber mehr wie 60 Grad überhang wirst selbst mit ´ner 0,2er Düse kaum realisieren können, einfach
    weil die Schwerkraft zu sehr darauf wirkt.
    Bei Überhängen, um das Prinzip zu erklären, ist es so, daß er etwas versetzt nach außen druckt,
    daß heißt ein kleiner Teil kommt noch auf dem drunter liegenden Layer zum liegen. Damit dieser nicht einfach nach dem Austritt aus der Düse anfängt runter zu „fließen“ bedarf es viel Lüfter-Power. Aber es darf auch nicht zu weit abkühlen, da sonst die Verbindung zu den „Nachbarraupen“ und dem nächsten Layer obendrüber, der dann noch kommt, im Prinzip nicht mehr vorhanden ist (ist dann nur noch etwas „gebeppt“…). Abgestützt wird diese dann von der Raupe der neben Ihr nach innen versetzt liegt.
    Da wird dann auch schnell die Problematik deutlich: Je größer der Überhang, desto weniger
    Überlappende Auflagefläche und desto mehr Gewicht soll diese dann auch noch tragen. Da würde
    eigentlich nur kleinerer Düsendurchmesser einher gehend mit feineren Layern helfen. Dann kannst
    etwas steilere Winkel (60 Grad) anvisieren, aber mit den oben beschriebenen Nachteilen…

    Aber das nur als kurze Exkursion, was da beim Drucken so passiert und was da mit rein spielt. Das erklärt dann sehr schnell, worauf man bei der Konstruktion achten muß bzw. was man im Vorfeld abklären sollte. Dann stehen die Chancen sehr sehr gut, daß der erste Versuch gleich ein Volltreffer wird! Hoffe, ich habe es einigermaßen erklärt und dich nicht mehr verwirrt…
    Ist leider etwas komplexer, als normale „Pheriperie“ am PC sonst so ist – aber wenn man weiß,
    wie es geht, und einige Regeln beachtet, kann man geniale Sachen realisieren!

    Gruß, Digibike

  • #20443

    modellbauer
    Teilnehmer

    Hallo,

    und dann kommt noch dazu das sich die verschiedenen Materialien in verschiedenen Farben und verschiedenen Raumtemperaturen verschieden verhalten.

    Man könnte das Teil auch mit aus reinen Wänden drucken und dann mit Epoxydharz ausgießen oder man druckt einfach nur eine Form oder ein Urmodell.

    Gruß
    Stefan

  • #20444

    Digibike
    Teilnehmer

    Hi,

    klar kann man das machen, aber ich wollte euch nur Fehldrucke und unnötig Porto ersparen und hab
    daher da etwas den „Busch“ abgeklopft, bevor Ihr los legt…
    Also ich hab so ein ähnliches Teil für eine Garage gedruckt (der Chefin meiner Frau ist einer auf
    die Garage und abgehauen und die Teile sind nicht mehr so einfach zu bekommen…). Hab´s gedruckt und
    läuft nach wie vor ohne Probleme. Aber da hatte ich auch Abweichungen vom Orginal eingebaut, da es
    so stabiler ist und leichter druckbar…
    Ich wollte nur die Tipps weiter geben, bevor das Rad „neu“ erfunden werden muß bzw. Enttäuschungen
    aufkommen.

    Beim Drucker ist ja im Gegensatz zum Fräser es so, daß nicht an eine Schneidekante gefahren und abgenommen wird,
    sondern eine „rundliche“ Raupe aufgetragen wird. Diese hat einen mittleren durchmesser, mit dem rechnet der Slicer,
    dummerweise ist die Menge im inneren Radius der Raupe zuviel, während Sie im äußeren Radius zu wenig ist. Ein Teil
    läuft nach außen, aber ein Teil eben auch nach innen in das Loch bzw. bei Wellen kann es nicht nach innen weg, also
    „drückt“ es nach außen, daher diese Maßhaltigkeitsprobleme.

    Ein Stück weit kann man mit dem Slicer zwar dagegen steuern, aber ganz beheben wird nicht klappen. Darauf wollte ich
    nur Hinweisen und wie ich raus laß, wohl auch nicht zu unrecht, da er 0,2 mm übermaß eingezeichnet hat, was wohl kaum
    reichen würde. Was für eine Düse verwendest du, Modellbauer? 0,4er ist ein richtiger Allrounder…

    Festigkeit reicht und wenn er das Oberteil abtrennt und eventuell den Sechskant als Verdrehsichere Montage in das Oberteil
    konstruiert, dann ist das easy druckbar und mit 2 K Perfekt verklebbar. Das ganze aus ABS und noch Bedampft, kommt dann Genial raus.

    Das mit den Temperaturen dürfte Ihn weniger interessieren. Ist zwar so, aber er kann das Zeichnerisch nicht beeinflußen – du beim
    Drucken aber schon und ich vermute, du hast die Parameter auch im Griff, oder? 😉 Andernfalls würdest du ja auch kaum
    anbieten, es Ihm zu drucken, vermute ich!

    Wie gesagt, wollte nur drauf Hinweisen, daß die Zeichnung vielleicht Fehlerfrei bzw. druckbar ist, aber, da er keine Ahnung von
    der Materie hat, dass gedruckte Teil nicht das sein wird, was er erwartet, da falsch konstruiert – eben den Hintergrund nicht kennend…
    Aber es ist ja kein Hexenwerk, daß Teil entsprechend anzupaßen… Ist eine schöne Übung und damit weiß er auch, auf was er beim
    Designen von 3D Druckteilen achten muß, damit´s auf anhieb klappt…

    Oder war der Denkanstoß falsch? Hoffe nicht, wollte niemand vor den Kopf stoßen oder abschrecken – ging mir nur drum, ihn auf 2
    Schwachstellen in der Konstruktion hinzuweisen bzw. zu erklären, wie er die vermeidet!

    Gruß, Digibike

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